Browsing articles from "Januar, 2012"
Browsing articles in "Blog"

Mode – für eine bessere Welt

Jan 26, 2012   //   Blog  //  Keine Kommentare

Sarong – Made in Kah Krabay
Ein Wickelrock aus einem Dorf in Kambodscha geht um die Welt!


Einfach um die Hüften geschwungen, zugeknotet und schon ist man ausgehfertig, dem Sarong sei Dank. Nüchtern betrachtet ist der Sarong nicht mehr als ein langes Stück Stoff, das um die Hüften gewickelt und von Frauen und getragen wird. Nach traditionellem Regelwerk gewickelt reicht der Sarong bis zu den Füßen. Doch die Mode erlaubt auch die bis zu den Knien reichende Kurzversion, die für mehr Bewegungsfreiheit sorgt. Das Wickelgewand ist aber nicht nur in Asien weit verbreitet. Die elegante, sportliche und doch bescheiden gekleidete Europäerin, zeigt auch Sarong. Lassen Sie es mich so umschreiben; man trägt einen Mix aus Sarong und Wickelrock.
Hierzulande beschränkt sich das Einsatzgebiet des Sarongs nicht mehr auf das Freibad oder den Strandgang, Heutzutage ist er ein beliebtes Kleidungsstück für gemütliche und feierliche Tage. Moderne Muster lösen in Europa die traditionellen Farbenspiele der Asiaten ab.

Aber warum geht ein Sarong aus Kah Krabay um die Welt? Es gibt sie nämlich noch die Geschichten von der fleißigen Frau und der besseren Welt.
Das Mädchen Srey Pov aus Kah Krabay muss vor 12 Jahren den Besuch des Gymnasiums abrechen. Sie ist in der 12. Klasse und das älteste Kind der Familie Choun. Die Mutter wird krank und für Srey Pov beginnt der Alltag der Familienfürsorge. Sie muss die Schule abbrechen und ihre 9 Geschwister und den Haushalt betreuen. Sie hat keine Wahl. Die Familie wohnt in einer Holzhütte ca. 15km von Phnom Penh entfernt und nur der Vater verdient als Bauer Geld.
Durch den Direktor der Hilfsorganisation COMPED, Herrn Chau Kim-Heng werde ich auf das Mädchen Srey Pov aufmerksam. Ich will ihr helfen und finanziere ihr eine Ausbildung als Schneiderin. Sie ist so fleißig, dass sie nach einem Jahr selbstständig nähen kann. Von ihren Fleiß profitiert die Familie und auch der Mutter geht es wieder besser.
Nun gibt sie sich der Schneiderei vollends hin und näht die Hochzeitskostüme für Frauen in der Umgebung von Kah Krabay.

 Heute wohnt sie mit ihrer Mutter und Ihren 9 Geschwistern in einem gemütlichen Steinhaus und betreibt selbstständig eine eigene Nähstube.

Sie arbeitet nicht wie viele Andere unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen in einer der unzähligen Textilfabriken in den Randgebieten von Phnom Penh. Ihre Nähkünste verwirklicht sie nun auch in den Sarongs und Sommerhosen, die ich im Onlineshop anbiete. Sie wurden alle von Srey Pov genäht.
Mein Ziel ist es, alle Kleidungsstücke mit steigender Palette von Srey Pov herstellen zu lassen. Beim gemeinsamen Stoffeinkauf mit Srey Pov auf den Textilmärkten in Phnom Penh vermischen wir traditionell kambodschanische Mode mit westlich modernen Nuancen.

Mit dem Kauf von Produkten aus dem Onlineshop Cambodia Deluxe unterstützen Sie direkt Srey Pov und ihre Familie und fördern langfristige und direkte Handelzbeziehungen ohne Zwischenhändler.

Fairtrade Tee – natürlich angebaut in Kambodscha

Jan 26, 2012   //   Blog  //  Keine Kommentare

Grüner Tee aus Mondulkiri – so natürlich wie seine Provinz

Mondulkiri ist eine der abgelegensten Provinzen Kambodschas. Geprägt von undurchdringlichen Dschungel, leben heute noch viele bedrohte Tierarten im bevölkerungsärmsten Teil des Landes. Touristen erreichen diesen nordöstlichen Landesteil an der Grenze zu Vietnam nur selten.
Mondulkiri ist so natürlich, wie sein grüner Tee. Kleine Teeplantagenbesitzer sammeln ihre Ernte und vollenden in einer gemeinsamen Aufbereitung diesen Teegenuss. Der natürliche Geruch und Geschmack dieses Produktes versetzt Sie in den einsamsten Landstrich Kambodschas. Man schmeckt das frische Klima dieser Bergregion.
Mittlerweile bauen auch die Khmer-Phnong den Tee wieder urtypisch traditionell an. Die Khmer-Phnong sind die größte Minderheit in Mondulkiri und ihre Traditionen werden wieder intensiv gepflegt. In der Schule wird wieder die Sprache der Phnong unterrichtet.
Probieren Sie auch unseren Kaffee aus Mondulkiri.

Fairtrade Wellness – made in Kambodscha

Jan 20, 2012   //   Blog  //  Keine Kommentare

Immer auf der Suche nach neuen Produkten aus Kambodscha habe ich die kambodschanische Wellnessoase entdeckt.

Die Firma Senteurs d`Angkor stellt die Produkte mit Liebe zum Detail in Siem Rep her. Um mich von der Qualität der Produkte zu überzeugen, habe ich die Mitarbeiter bei Senteurs d`Angkor bei der Arbeit besucht.

Ich betrete ein offenes, sauberes und entspanntes Gelände, voller Aufklärung bei der Schaffung dieser wunderbaren Produkte und Verpackungen.

Schauen Sie den Mitarbeitern mit mir gemeinsam bei der Herstellung der Produkte über die Schulter.

Aus Zuckerrohrblätter werden natürliche Verpackungen für die Wellnessprodukte in Handarbeit gefertigt.

In liebevoller Handarbeit werden die Seifen mit ihren unterschiedlichsten exotischen Düften hergestellt.

Duftteelichter, Kaffee und Tee in den unterschiedlichen exotischen Geschmacksrichtungen und Gewürze passend zu den traditionellen kambodschanischen Speisen werden hier liebevoll in Handarbeit hergestellt.

Hier werden die kambodschanischen Produkte individuell verpackt.

Bald ist es soweit! Die Produkte sind auf dem Weg nach Deutschland.

Hier ein kleiner Einblick in die exotische Natürlichkeit der kambodschanischen Wellnessprodukte.

So sind unsere Seifen nach traditioneller Technik handgemacht und auf einer Kokosölbasis ausschließlich aus Extrakten pflanzlicher Öle und 100% natürlichen Inhaltsstoffen abgeleitet. Die Seifen sind in einer Vielzahl von Düften, wie Jasmin, Orchidee, Zimt, Zitronengras, Grüner Tee, Mango, Lotus und Orange erhältlich.

Verwöhnen Sie Ihre Haut mit zart duftenden Massageölen, Körpercremes, Peelings und Badesalze.

Verwöhnen Sie Ihren Gaumen mit der erlesenen Auswahl der kambodschanischen Gewürzewie Khner-Curry, Lok Lak, Satay, Zitronengras, Chili, und den berühmten Kampotpfeffer.

Zum Abschluss genießen Sie das reiche Aroma unseres Grünen Tees oder der exotisch aromatisierten Kaffeesorten aus Ratanakiri.

Kambodschanische Impressionen am Fluss Tonle Sap

Jan 20, 2012   //   Blog  //  Keine Kommentare

Schiffert man mit dem Boot von Siem Reap bis Batambang, denkt man an einen entspannten Ausflug. Man will die fremdländische Natur und Vogelwelt genießen. Ganz allmählich wird die Fahrt mehr und mehr zu einem Abenteuer. Mit dem Bootsführer emotional mitfühlend kämpft man sich Meter für Meter durch den mit Schlingpflanzen bewachsenden Flussdschungel. Wilde Vegetation, wohin man blickt, die Flusswege werden immer enger und verschlungender. Nach Stunden, endlich hat man es geschafft, ein großer breiter See liegt vor unseren Augen. Der Tonle Sap bevölkert sich zusehend. Am Fluss und auf dem Fluss, überall schwimmende  Häuser, ganze  schwimmende Dörfer soweit das Auge reicht. Und alle haben ein Ziel: jeden Tag so viel Fisch zu fangen, um satt zu werden. Sie haben sich eingerichtet: vom schwimmenden Friseurladen über den schwimmenden "Supermarkt" bis zur budhistischen Pagode, alles findet man entlang des Tonle Sap. Man ist gefangen von den Bildern und findet keine Worte.

Die Seidenherstellung in Kambodscha

Jan 20, 2012   //   Blog  //  Keine Kommentare

Herstellung und Verarbeitung eines edlen Stoffes

Ob für kambodschanische Stoffe, Schals, Taschen oder Wohnaccessoires – Seide herzustellen ist echte Handarbeit. Gewonnen werden die Seidefäden von den Kokons der Seidenspinnerraupen. Um sich richtig verpuppen zu können, brauchen die Raupen viel Nahrung. 20.000 Raupen fressen am ersten Tag 250 Gramm gehackte Maulbeerblätter, nach fünf Wochen allerdings schon 750 Kilogramm. Sie ist im ausgewachsenem Stadium achttausend mal größer und zehntausend mal schwerer geworden.In der letzten Woche frisst die Raupe ohne Pause und stellt dann ihre Nahrungsaufnahme ein und beginnt sich zu verpuppen.

maulbeerbaum-plantage

Um die Fäden des Kokons zu gewinnen, werden sie in heißem Wasser eingeweicht. Anschließend werden die Fäden auf Haspeln gewickelt und getrocknet. Die Fäden können dabei bis zu 1.500 Metern lang werden.

An der Rohseide haftet noch Seidenleim, der mit Seifenlösung entfernt wird. Durch diese Waschung erhält die Seide ihren besonderen Glanz.

Seide lässt sich von allen Fasern am leichtesten und schönsten Färben. Dazu werden in Kambodscha Naturfarben verwendet, die aus Blüten, Blättern und Baumrinden gewonnen werden. Diese Art der Färbung macht Seide zu einem rundum besonderen Naturprodukt.

img_0422

Mit Materialien aus der Natur wird kambodschanische Seide gefärbt.

Die Produktion von Seide ist in Kambodscha eine jahrhundertealte Tradition. Zum Teil werden die Stoffe noch an traditionellen Webstühlen in den typischen Farben und Mustern des Landes gewebt.

img_0417

Seidenfäden in verschiedenen Naturtönen.

img_0452

An traditionellen Webstühlen entstehen die schönsten Stoffmuster.

seidenschals-auf-dem-markt-in-kambodscha

Handgewebte Seidenschals in leuchtenden Farben auf den Markt in Kambodscha

Pflegehinweise:

§  Seide reagiert empfindlich starker Säure und Alkalien

§  Häufiges Waschen mit Seife/Waschmitteln sowie Hitzeeinwirkung schädigt sie

§  Handwäsche mit speziellen Seiden- oder Wollwaschmittel

§  Ein wenig Essig ins Spülwasser macht Seide weich und stabilisiert die Farben.

§  Nach dem Waschen in ein Handtuch rollen

§  Den noch feuchten Stoff mit dem Dampfbügeleisen nicht zu heiß bügeln.